Premiere: 14. November 2013 20h
Vorstellungen: SA 16./ DO 21./ FR 22./ und SA 23.11. um 20 Uhr, SO 17./ SO 24. 11. um 18 Uhr , Schülervorstellungen: nach telefonischer Vereinbarung


Es spielen und tanzen:
Sabine Dablander, Ines Hosp, Evelin Huter, Max Kaiser, Elisabeth Natterer, Gudrun Obitzhofer, Karin Schebesta,
Gigi Schneider, Karin Schrittwieser

Leitung: Gertraud Kopp
Dramaturgie: Andrea Hügli und Peter Ahorner
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Choreografie:Daniel Renner
Aufführungsrechte: Theaterverlag Desch
Eine Produktion des Verein Brekzie: ZVR 494830442

Kartenvorbestellung/Info:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at
Tel: 0664-2425 993
Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

In „Frauenzimmer – commedia femminile“ gründen vier Frauen (drei ältere Damen und ein junges Mädchen) einen gemeinsamen Haushalt, ein illegales Freudenhaus. Sie sind stolz darauf, ihrem Gewerbe ohne Zuhälter nachzugehen, allerdings wird ihnen das später zum Verhängnis.
Die vier Protagonistinnen sind:
- Viola, die Schauspielerin werden möchte; - Maria, der das wichtigste im Leben die Fußpflege ist und die sich unglücklicherweise in den Zuhälter Pedro verliebt; - Luisa, die mit ihrer Ironie alles und jeden kritisiert, aber durch den Besuch ihrer Mutter Josefine in einen inneren Konflikt gerät, allerdings führt auch diese nicht das Leben, das sie vorgibt zu leben; - und schließlich Marilina, die Jüngste, die in ihrer Kindheit von ihrem Vater vergewaltigt wurde und nun von Todessehnsucht erfüllt ist.
Commedia femminile erzählt die Geschichte der vier Frauen mit ihren Ängsten, Träumen, Wünschen, Zärtlichkeiten und Zankereien mitten im Karneval. Obwohl die Männer auf der Bühne kaum anwesend sind, ist ihre Präsenz und ihr sexistischer Anspruch immer spürbar.

Dacia Maraini (Geb. 1939 in Fiesolo) gehört in ihrem Heimatland Italien zu den großen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Im deutschen Sprachraum wurde sie mit den Werken“ "Die stumme Herzogin" (1992) und "Stimmen" (1995) bekannt. Die italienische Bestsellerautorin setzt sich immer wieder mit dem Thema der Gewalt gegen Frauen auseinander. Mit vehementer Kritik stellt sie sich gegen die Frauenfeindlichkeit in der italienischen Gesellschaft und verfasst nicht nur Romane sondern auch zeit- und kulturkritische Essays sowie feministische Theaterstücke. Eine italienische Journalistin würdigte sie kürzlich mit den Worten: "Von jeher empfänglich für die Probleme der Frauen, ist es ihr gelungen, unsere Schwächen und Unsicherheiten ungefiltert zu erzählen."