Theatergröstl | Generationentheater
Premiere: 05. Juni 2021 20:00h
05.06.2021
SO/ 6.6. um 18 Uhr, Mo / 7.6. um 20 Uhr DI/ 8.6. um 20 Uhr, 9.6. um 20 Uhr


Es spielen: Evelin Huter, Mo Krenner, Wolfgang Hug

Leitung/Regie: Gertraud Kopp
Dramaturgie: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Rechte: Kaiserverlag

Kartenvorverkauf: E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at Telefon: 0664/24 25 993
Preis: 14.-, ermäßigt 12.- und Schüler 8.-Euro

Inhalt:
Das Generationentheater in diemonopol hat zu den Themen „Reichtum und Geldgier“, „Jugend und Alter“, „Lug‘ und Trug‘ in der Theaterwelt“, „Schaulust statt politischer Verantwortung“ aus Werken der beiden Biedermeierautoren Johann Nestroy, Ferdinand Raimund und der modernen Schriftsteller Daniil Charms und Robert Pinget eine Textcollage für die Bühne erarbeitet.
Nestroy führt dem Publikum mit seinen politischen und sozialen Kritiken das biedermeierliche Leben realistisch und beklemmend vor Augen. In seinem Stück „Papp – der Zettelträger“ verunglimpft er einerseits die Theaterwelt mit seinem „halbgebildeten“ Publikum, andererseits schildert er „Papp“ als liebenswerten Betrüger. „Das ist das Wahre, nur neu muss eine Gesellschaft sein…!“
Raimund vertritt die typischen Werte der Biedermeierzeit: Treue, Zuversicht, Dankbarkeit und Bescheidenheit. Im Theaterstück „Der Bauer als Millionär“ wird Reichtum und Geldgier durch das Erscheinen der Jugend und des Alters relativiert (Lied: „Brüderlein fein ...“)
Charms ist ein Meister des absurden Humors. In seinen Stücken beschreibt er die gewöhnlichen Alltagshandlungen mit beißendem Witz, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Das absurde Moment besteht oft darin, dass die Texte meist keine Pointe haben. Charms soll gesagt haben: „Im Leben gibt es zwei erhabene Dinge, den Humor und die Heiligkeit!“
Die pointierten Sketche von Robert Pinget erinnern mitunter in ihrer Hintergründigkeit oft an die Dialoge Karl Valentins. „Was ich Absencen nenne … bedeutet weniger an das glauben, was man tut. Weniger daran hängen. Sich dabei überraschen, wie man an etwas anderes denkt. Und zwar immer öfter. An etwas anderes, das heißt an den Tod.“