Ihr Team Verein Brekzie , diemonopol

IHR KÖNNT FROH SEIN | Generationentheater
Premiere: 12. Mai 2017 20h
DO/18., FR/19. und SA/20. Mai um 20 Uhr, Sonntag 14. und 21. Mai um 18 Uhr, Schülervorstellungen nach Vereinbarung


Es spielen: Patrick Brunner, Monika Haslauer, Barbara Hechenleitner, Kira Koppandi, Gigi Schneider, Ronny Winkler

Leitung: Gertraud Kopp
Regie: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Rechte: Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co

Kartenvorverkauf: E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at, Tel: 0664-2425 993
Preis: 14.-, ermäßigt 12.- und Schüler 8.-Euro

Das Science Fiction Schauspiel „Ihr könnt froh sein“ schrieb der Autor Volker Schmidt im Jahr 2014 als Folgestück zu „Man muss dankbar sein“: die Globalisierung verbreitet sich erschreckend schnell in der Welt, die wirtschaftlichen Verhältnisse werden umgekehrt, aus Billigproduktionsstätten der früher armen Länder entwickeln sich reiche Industriestaaten und die einst reichen Länder verarmen.
Österreich ist auf einmal ein Billigproduktionsland, in dem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Drei Näherinnen entfliehen dieser Situation und versuchen ihr Glück in einem dieser reich gewordenen Industriestaaten. Um Grenzen passieren zu können, verkaufen sie sich an Schlepper und leisten, ehe sie sich trennen, einen Schwur: sie wollen ihre Liebe zueinander nicht vergessen und durch diese Liebe alle Hürden im neuen Wirtschaftssystem bewältigen.
Was erwartet die drei in der neuen reichen Industrienation? Kathi landet als illegale Haushaltshilfe bei einem Diplomaten, die naive Liesl wird Edelprostituierte und Hanni, die ewige Revoluzzerin, organisiert einen Aufstand der Prostituierten in einem billigen Bordell am Stadtrand.

Wird ihr Kampf zu gewinnen sein?

King Kongs Töchter | Generationentheater
Premiere: 26. November 2016 20h
Samstag, 26. 11. um 20 U
MO 28., DI 29., MI 30.11., FR 2. und SA 3.12. um 20 Uhr, SO 4.12. um 18 Uhr ,Schülervorstellungen: nach Vereinbarung


Es spielen: Doris Bauer, Anja Gatterer, Barbara Hechenleitner, Sebastian Greiter, Monika Haslauer, Ullrike Havlena, Walter Herrnegger, Karin Schrittwieser, Sophie Tschurtschenthaler, Romana Vill
OFF Stimme: Nikolaus Granbacher

Künstlerische Betreuung: Andrea Hügli
Leitung: Gertraud Kopp
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Rechte bei: Kaiser Verlag
Wir danken: Pflegedienstleiterin Alma Felic, Evelin Tonko und Robert Gruber

Kartenvorverkauf und Info unter: E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at Tel: 0664-2425 993

Die Autorin Theresia Walser über ihr Theaterstück „King Kongs Töchter“:
Das Stück spielt in einem Altersheim. Eine kleine vergessene Gesellschaft in der Endsituation. King Kongs Töchter sind die Pflegerinnen. Drei junge Frauen, die daran zweifeln, ob das wirklich ein Beruf sein kann, ein Beruf, in dem letztendlich nichts gelingt. Dieser Hilflosigkeit wollen sie sich nicht überlassen, was sie zu Ende bringen, soll glanzvoll sein. Sie betreiben den Tod als vitales Spiel, inszenieren die Alten in Todesszenen großer Stars... Gestorben wird an den Todestagen der Vorbilder. Der Tod ist ein Termin, sagen sie, wir sind die Chefdisponentinnen. Das Stück spielt in einer Nacht, einerseits beschreibt es den Vorgang einer solchen Inszenierung, eine alte Frau soll als Mae West auf dem Sofa sterben. Andererseits beschreibt es splitterhaft die Unruhe der alten Bewohner in ihrer schlaflosen Zeit. Doch mittenhinein stolpert Rolfi, ein junger Kerl von der Straße, ein Abenteurer …

Die Pflegerinnen übertreiben, denn‚ “Sterben ist klein genug, da darf man ruhig übertreiben.“ Der Tod wird zum Fest, „wer will schon zusehen, wie du hier langsam in die Matratze sickerst“. Skrupel haben die drei nicht, ganz im Gegenteil, sie sind ziemlich stolz auf ihre finalen Inszenierungen. Walsers Figuren beflegeln sich mit Schweinereien, vergnüglichen Obszönitäten, träumen von sexuellen Exzessen, das Morden in ihrem Stück lehrt nicht das Fürchten, es lässt einen schmunzeln. In einem Interview sagt die Autorin: „King Kongs Töchter ist ja auch eine Komödie, vielleicht eine schmerzhafte Komödie. Eine, in der man bestenfalls über den Schrecken lachen können soll. Das Lachen über den Schrecken macht den Schrecken sicher nicht kleiner, aber für einen Moment befreit man sich im Gelächter von einer gewissen Befangenheit und auch Angst.“
Theresia Walser, Tochter des Autors Martin Walser, ist Verfasserin von vielen Theaterstücken, die in Deutschland, der Schweiz und Österreich aufgeführt werden.

Mariedl – Kantine | Generationentheater
Premiere: 24. Mai 2016 20h
FR. 27., MO 30. 5., MI 1. und DO 2.6. um 20 Uhr, DO 26. und SO 29. 5. um 18 Uhr , Schülervorstellungen nach telefonischer Vereinbarung


Es spielen: Anja Gatterer, Monika Haslauer, Ulrike Havlena, Barbara Hechenleitner, Walter Herrnegger, Gigi Schneider, Romana Vill

Leitung: Gertraud Kopp
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Künstlerische Leitung: Andrea Hügli
Rechte bei: Henschel Theaterverlag
Wir Danken: Evelin Tonko, Robert Gruber und Gerda Swoboda

Kartenvorbestellung: Tel: 0664/ 2425 993, E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at

Der große steirische Dramatiker Werner Schwab starb 1994 im Alter von 36 Jahren. Aus Anlass des 10-jährigen Todestages schrieb Bernhard Studlar im Auftrag von Burg-Dramaturg Andreas Beck die „Mariedl-Kantine“. Studlar greift in seiner Hommage auf Werner Schwabs berühmtestes Theaterstück, „Die Präsidentinnen“, zurück: "Wir sind in die Welt gevögelt und können nicht fliegen."

In Studlars „Mariedl-Kantine“ warten alte und junge Schauspielerinnen in der Theaterkantine auf bessere Zeiten. Jede der Schauspielerinnen versinnbildlicht Werner Schwabs Mariedl aus den „Präsidentinnen“. Nach dem alten Kinderspiel „Die Reise nach Jerusalem“ kämpfen sie um den Thron der „Miss Mariedl“. Eigenartige Lautsprecherdurchsagen und das immer gleiche Speisenangebot rhythmisieren den Kantinenalltag. Unter den Mariedln herrscht Krieg, sie empören sich über die Regierung, beschimpfen einander, wettern gegen Gott und die Welt und erinnern sich an ihre goldenen Schauspielerinnenzeiten. Schließlich muss der Koch dran glauben, weil er sich der Jungfrau Mariedl näherte, die aber dann doch „unbefleckt“ Mariedl-Nachwuchs gebären wird.
In der absurd-komischen Gesellschaftssatire scheinen einfachste soziale Kontakte unmöglich. Aktuelle politische Themen wie Aggression gegen Ausländer, Abschiebung sogar nach dem Tod, religiöse Scheinheiligkeit, die einen Mord rechtfertigt, die Leberkäsernährungsgesellschaft … alle diese Probleme werden überschattet von der Sehnsucht nach dem Glück.

Ort: diemonopol
Egger-Lienz-Str. 20 6020 Innsbruck

Premiere: 19. November 2015 20h
SA 21., DI 24., DO 26., Fr. 27. und SA 28.11. um 20 Uhr SO 22. und SO 29. 11. um 18 Uhr, Schülervorstellungen nach Vereinbarung


10 JAHRE GENERATIONENTHEATER in diemonopol

Es spielen:
Aram Dokht Arghshi, Monika Haslauer, Mitra Naders, Elisabeth Natterer, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Alfgund Schett, Karin Schrittwieser, Gigi Schneider, Franz Sulzenbacher, Sylvia Tschörner

Regie: Andrea Hügli
Leitung und Co Regie: Gertraud Kopp
Bühnenausstattung: Nikolaus Granbacher
Wir danken: Evelin Tonko
Eine Produktion des Verein Brekzie, Generationentheater in diemonopol

Kartenvorverkauf :
Preis: 14.-, ermäßigt 12.-, Schüler 8.- Euro

Theaterg’schichten durch Liebe, Intrigue, Geld und Dummheit
Posse von Johann Nestroy
Das zehnjährige Jubiläum feiert das Generationentheater in diemonopol mit einem Nestroy. Das Stück „Theaterg’schichten durch Liebe, Intrigue, Geld und Dummheit“ verkörpert alles das, was wir in den letzten 10 Jahren erlebt haben.
Nestroy wirft in „Theaterg‘schichten“ einen höchst amüsanten Blick hinter die Kulissen eines Theaterbetriebs, einer fahrenden Theatertruppe, die auf theater-begeisterte, aber auch auf theater-kritisch eingestellte Einwohner einer Kleinstadt trifft.

OFFENE RECHNUNGEN | Generationentheater
Premiere: 20. Mai 2015 20h
FR 22., SA 23., MI 27., FR 29. und SA 30. 5. um 20 Uhr und SO 24., SO 31. 5. um 18 Uhr, Schülervorstellungen nach Vereinbarung


Es spielen: Gudrun Obitzhofer, Karin Schebesta, Karin Schrittwieser, Gigi Schneider, Romana Vill

Regie: Almut Mölk
Leitung: Gertraud Kopp
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Rechte bei: Maria Gabriele Baker

Kartenvorbestellung:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at Tel: 0664-2425 993

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442

Eine Auseinandersetzung mit dem finanziellen und emotionalen Berechnen von Zukunftschancen, den Kosten und Nachwirkungen alter Entscheidungen. Auf welche Art und Weise erleben vor allem Menschen am Rande der Bevölkerung diese Themen?

1. Einakter: Die Hedwig
Anni, Bonita und Clara haben in der Jugend gemeinsam als Näherinnen gearbeitet. Im Alter unterscheidet sich ihr Lebensstandard jedoch beträchtlich. Als Hedwig, eine stumme Bettlerin, auftaucht, wird soziale Gerechtigkeit zum Konfliktthema für die Freundinnen.

2. Einakter: Die Zählerin
zeigt das Zusammentreffen zweier Frauen bei Eintritt/Austritt aus einem low-security Gefängnis. Wanda steht vor ihrer Entlassung und versucht sich ihre Zukunftschancen auszurechnen, während Gianna nach einem Weg sucht, die nächsten Jahre in Gefangenschaft durchzuhalten.

3. Einakter: Club Justice/ Club der Gerechtigkeit
Eine Satire, die „Aug um Aug“ und „Zahn um Zahn“ bis ins absurde Detail verfolgt, Rache in einen Markenartikel verwandelt und gleichzeitig den Revancheprozess der heutigen Unterhaltungsmedienlandschaft anpasst.

* Die Hedwig wurde für diemonopol geschrieben. Die beiden anderen Einakter sind Übersetzungen von in New York uraufgeführten Stücken.


Maria Gabriele Baker: geboren 1972 in Innsbruck. Sie studierte Theaterwissenschaften und Germanistik
an der Uni Wien. War freie Mitarbeiterin in der Kulturredaktion der TT. Absolvierte ihre Schauspielausbildung am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. 1998-2002 Ausbildung als Theaterautorin und
Leiterin der Theaterschule at EST. Sie lebt und arbeitet als Schauspielerin, Regisseurin und Theaterautorin in New York.
2012 schrieb sie für das Generationentheater in diemonopol das Stück „ Stammtisch der Hinterbliebenen“
unter der Regie von Almut Maria Mölk.

Almut Maria Mölk:
1975 in Tirol geboren, sie absolvierte ihre Schauspielausbildung am Lee Strasberg Theater Institute in New York, wo sie auch ein Praktikum am Actors Studio absolvierte. Sie spielte dort in zahlreichen Low Budget Filmen, wie auch in Off-Off Theaterproduktionen. Vor 9 Jahren kam sie nach Wien, wo sie seither als Schauspielerin tätig ist, in Film – und Fernsehproduktionen spielt, und SchauspielerInnen für Film und Fernsehen coacht.
2012 inszenierte sie mit dem Generationentheater in diemonopol mit dem Stück „Stammtisch der Hinterbliebenen“ von Maria Gabriele Baker ihre erste Regie.

Premiere: 19. November 2014 20h
FR 21., SA 22., MI 26., FR 28. und SA 29.11. um 20 Uhr, SO 23., SO 30. 11. um 18 Uhr, Schülervorstellungen nach Vereinbarung


Es spielen: Sabine Dablander, Isabella Delmarco, Aram Dokht, Margot Gasse, Max Kaiser, Elisabeth Natterer, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Karin Schrittwieser, Gigi Schneider

Regie: Hannes Hametner
Leitung: Gertraud Kopp
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Musik: Robert Gruber
Aufführungsrechte: Verlag der Autoren
Wir danken: Jakob Pfaundler, Evelin Tonko, Andrea Hügli
Eine Produktion des Verein Brekzie: ZVR 494830442

Kartenvorbestellung/Info:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at
Tel: 0664-2425 993
Eintritt: 12.- Euro, ermäßigt: 10.- Euro und Schüler 7.- Euro

Zum Stück:

Jetzt oder nie - Zeit ist Geld
Krimikomödie von Lars Büchel/Ruth Toma

Das Generationentheater in diemonopol setzt sich bei diesem Projekt mit dem Altsein in unserer Gesellschaft auseinander: welche Rolle weist die Gesellschaft den 'Alten' zu, welche Lebensträume haben die 'Alten' selber und was muss alles passieren, damit endlich was passiert...

"Jetzt oder Nie – Zeit ist Geld" erzählt von drei Freundinnen um die 80, die nie aufgehört haben zu träumen: Sie wollen unbedingt noch eine große Kreuzfahrt in den Süden machen. Dafür sparen sie seit Jahren, und dafür haben sie ihre magere Rente immer wieder mit kleinen Ladendiebstählen aufgebessert. Gerade als sie ihr Geld auf ein Konto einzahlen wollen, wird die Bank überfallen, und sie verlieren alles. Daraufhin nehmen sie auf eine überraschende Weise ihr Leben selbst noch einmal in die Hand.

In seinem Film „Jetzt oder nie - Zeit ist Geld“ erzählt Lars Büchel in einer Mischung aus ergreifendem Ernst und sarkastischem Humor die abenteuerliche Geschichte einer Freundschaft, die sich über alle Schranken hinwegsetzt. Der Regisseur Hannes Hametner erarbeitet mit den SchauspielerInnen des Generationentheaters das Stück als sarkastische Krimikomödie.

Hannes Hametner:
wurde in Leipzig geboren, studierte Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“
und arbeitet seit 2000 als freier Regisseur u.a. am Schauspiel Leipzig, Schauspielhaus Salzburg,
Theater Magdeburg, Theaterhaus Jena, Theater Erlangen, Theater Konstanz, Theater Stendal, Tribüne Berlin
Theater Heidelberg, zuletzt in Münster, Stralsund und Koblenz.
Seit 2006 Arbeit als Hörbuch-Regisseur für den Audioverlag und Dozent an der Hochschule für Bildende
Kunst Dresden, an der Medienakademie Hamburg und der Universität der Künste Berlin.

Premiere: 30. Mai 2014 20h
Vorstellungen: 31.05. um 20 Uhr, 01.Juni um 18 Uhr, 03., 04., 05., um 20 Uhr. Schülervorstellungen nach Vereinbarung


Es spielen:
Mostafa Alizadeh, Aram Dokht, Isabell Delmarco, Ines Hosp,
Max Kaiser, Elisabeth Natterer,Gudrun Obitzhofer, Karin Schebesta,
Gigi Schneider,Karin Schrittwieser, Mustafa Saidi, Ajmal Zaheri

Leitung: Gertraud Kopp,
Regie: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Danke an:Christoph Heinz, Jakob Pfaundler
Video: Angela Christlieb
Aufführungsrechte: Verlag der Autoren
Eine Produktion des Verein Brekzie: ZVR 494830442

Kartenvorbestellung/Info:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at
Tel: 0664-2425 993
Eintritt: 12.- Euro, ermäßigt: 10.- Euro und Schüler 7.- Euro

Inhalt:
An den europäischen Mittelmeerküsten spielt sich ein alltägliches Drama ab: Halb verdurstete Flüchtlinge standen in völlig überladenen Booten, in der Hoffnung, in Europa ein würdevolles Leben führen zu können. Viele haben eine jahrelange Odyssee hinter sich, nur um gleich wieder zurückgeschickt zu werden. Dabei haben sie noch Glück gehabt, denn sie leben noch. Die Zahl der Namenlosen, die unterwegs qualvoll sterben, kennt niemand. Davon handelt KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG. Und zugleich handelt das Stück, das auf einer wahren Geschichte beruht, von der Schwierigkeit, diesem Thema als Europäer gerecht zu werden. Wie schreibt man darüber, wie berichtet man? Was weiß man überhaupt? Und was will man wissen? Kevin Rittberger sucht in seinem Stück die Antwort im Wechsel von Perspektiven und Erzählformen.

Kevin Rittberger untersucht die Frage, was für eine Rolle Kassandra, die Seherin aus der griechischen Mythologie, und ihre Warnrufe in der heutigen Gesellschaft noch spielen könnten.

Premiere: 01. Februar 2014 19h
SO. 02.Feb., SA. 08.Feb., SO. 09.Feb. 2014 um 19 Uhr, Schülervorstellung DO 6. Feb. um 11 Uhr


WIEDERAUFNAHME
Es spielen und tanzen:
Sabine Dablander, Ines Hosp, Evelin Huter, Max Kaiser, Elisabeth Natterer, Gudrun Obitzhofer, Karin Schebesta, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser

Leitung: Gertraud Kopp
Dramaturgie: Andrea Hügli und Peter Ahorner
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Choreografie:Daniel Renner
Tänzer:Tobias Hanny
Aufführungsrechte: Theaterverlag Desch
Eine Produktion des Verein Brekzie: ZVR 494830442

Kartenvorbestellung/Info:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at
Tel: 0664-2425 993
Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

In „Frauenzimmer – commedia femminile“ gründen vier Frauen (drei ältere Damen und ein junges Mädchen) einen gemeinsamen Haushalt, ein illegales Freudenhaus. Sie sind stolz darauf, ihrem Gewerbe ohne Zuhälter nachzugehen, allerdings wird ihnen das später zum Verhängnis.
Die vier Protagonistinnen sind:
- Viola, die Schauspielerin werden möchte; - Maria, der das wichtigste im Leben die Fußpflege ist und die sich unglücklicherweise in den Zuhälter Pedro verliebt; - Luisa, die mit ihrer Ironie alles und jeden kritisiert, aber durch den Besuch ihrer Mutter Josefine in einen inneren Konflikt gerät, allerdings führt auch diese nicht das Leben, das sie vorgibt zu leben; - und schließlich Marilina, die Jüngste, die in ihrer Kindheit von ihrem Vater vergewaltigt wurde und nun von Todessehnsucht erfüllt ist.
Commedia femminile erzählt die Geschichte der vier Frauen mit ihren Ängsten, Träumen, Wünschen, Zärtlichkeiten und Zankereien mitten im Karneval. Obwohl die Männer auf der Bühne kaum anwesend sind, ist ihre Präsenz und ihr sexistischer Anspruch immer spürbar.

Dacia Maraini (Geb. 1939 in Fiesolo) gehört in ihrem Heimatland Italien zu den großen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Im deutschen Sprachraum wurde sie mit den Werken“ "Die stumme Herzogin" (1992) und "Stimmen" (1995) bekannt. Die italienische Bestsellerautorin setzt sich immer wieder mit dem Thema der Gewalt gegen Frauen auseinander. Mit vehementer Kritik stellt sie sich gegen die Frauenfeindlichkeit in der italienischen Gesellschaft und verfasst nicht nur Romane sondern auch zeit- und kulturkritische Essays sowie feministische Theaterstücke. Eine italienische Journalistin würdigte sie kürzlich mit den Worten: "Von jeher empfänglich für die Probleme der Frauen, ist es ihr gelungen, unsere Schwächen und Unsicherheiten ungefiltert zu erzählen."

Premiere: 14. November 2013 20h
Vorstellungen: SA 16./ DO 21./ FR 22./ und SA 23.11. um 20 Uhr, SO 17./ SO 24. 11. um 18 Uhr , Schülervorstellungen: nach telefonischer Vereinbarung


Es spielen und tanzen:
Sabine Dablander, Ines Hosp, Evelin Huter, Max Kaiser, Elisabeth Natterer, Gudrun Obitzhofer, Karin Schebesta,
Gigi Schneider, Karin Schrittwieser

Leitung: Gertraud Kopp
Dramaturgie: Andrea Hügli und Peter Ahorner
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Choreografie:Daniel Renner
Aufführungsrechte: Theaterverlag Desch
Eine Produktion des Verein Brekzie: ZVR 494830442

Kartenvorbestellung/Info:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at
Tel: 0664-2425 993
Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

In „Frauenzimmer – commedia femminile“ gründen vier Frauen (drei ältere Damen und ein junges Mädchen) einen gemeinsamen Haushalt, ein illegales Freudenhaus. Sie sind stolz darauf, ihrem Gewerbe ohne Zuhälter nachzugehen, allerdings wird ihnen das später zum Verhängnis.
Die vier Protagonistinnen sind:
- Viola, die Schauspielerin werden möchte; - Maria, der das wichtigste im Leben die Fußpflege ist und die sich unglücklicherweise in den Zuhälter Pedro verliebt; - Luisa, die mit ihrer Ironie alles und jeden kritisiert, aber durch den Besuch ihrer Mutter Josefine in einen inneren Konflikt gerät, allerdings führt auch diese nicht das Leben, das sie vorgibt zu leben; - und schließlich Marilina, die Jüngste, die in ihrer Kindheit von ihrem Vater vergewaltigt wurde und nun von Todessehnsucht erfüllt ist.
Commedia femminile erzählt die Geschichte der vier Frauen mit ihren Ängsten, Träumen, Wünschen, Zärtlichkeiten und Zankereien mitten im Karneval. Obwohl die Männer auf der Bühne kaum anwesend sind, ist ihre Präsenz und ihr sexistischer Anspruch immer spürbar.

Dacia Maraini (Geb. 1939 in Fiesolo) gehört in ihrem Heimatland Italien zu den großen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Im deutschen Sprachraum wurde sie mit den Werken“ "Die stumme Herzogin" (1992) und "Stimmen" (1995) bekannt. Die italienische Bestsellerautorin setzt sich immer wieder mit dem Thema der Gewalt gegen Frauen auseinander. Mit vehementer Kritik stellt sie sich gegen die Frauenfeindlichkeit in der italienischen Gesellschaft und verfasst nicht nur Romane sondern auch zeit- und kulturkritische Essays sowie feministische Theaterstücke. Eine italienische Journalistin würdigte sie kürzlich mit den Worten: "Von jeher empfänglich für die Probleme der Frauen, ist es ihr gelungen, unsere Schwächen und Unsicherheiten ungefiltert zu erzählen."

Premiere: 23. Mai 2013 20h
SA 25., SO 26., DO 30. Mai um 18 Uhr, MO 27.Mai um 20 Uhr, Schülervorstellung:MI 29. um 11 Uhr nach Vereinbarung, Vorstellung im Bürgerhaus Tramin/Südtirol: SA 1. Juni um 18 Uhr


Theaterstück von Bernhard Studlar
Es spielen: Margot Gasse, Max Kaiser, Sophia Minatti, Elisabeth Natterer, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Karin Schrittwieser, Gigi Schneider und Stefan Tilg

Künstlerische Leitung: Gertraud Kopp, Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Musik: Linja Meller
Video: Jakob Pfaundler
Rechte: henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin GmbH

Eine Produktion des Vereins Brekzie

Kartenvorbestellung/Info:
E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at
Tel: 0664-2425 993

Bürgerhaus Tramin : Tourismusverein Tramin
0039/ 0471860131, E-mail: info@tramin.com

Zum Stück:
Basierend auf dem Grimmschen Märchen „ Die Bremer Stadtmusikanten“, hat der Autor Berhard Studlar ein zeitgenössisches sozialkritisches Märchen für Jung und Alt verfasst.
In Grimms Märchen wird am Beispiel von Esel, Hund, Katze und Hahn geschildert, wie eine altersbedingte nutzlos gewordene Unterschicht gnadenlos in die Arbeitslosigkeit und ins existenzielle Nichts gestoßen wird. Endgültig ganz unten angekommen, kriegen sich die vier Verlierer mit anderen Ausgegrenzten, nämlich Kriminellen, in die Haare. Es kommt zum Kampf um einen letzten Rückzugsort, ein Haus im einsamen Wald. Bei Bernhard Studlars Fassung gewinnen die vier kein Haus, sondern eine Casting-Show.

Der arbeitslose Lehrer Eselhoff, der nicht vermittelbare Herr Hundic, die glücklose Chorsängerin Miau und der erfolglose Dichter Hahnrei versuchen, wie einst das tierische Quartett, ihr Glück als Band. Doch auf den Sieg der Castingshow und einer strapaziösen Welttournee folgt die Ernüchterung: Das Unternehmen macht keinen Spaß mehr. Kann sich die Gruppe in der Folge vom ausbeuterischen Manager emanzipieren?

Das Stück „Die Prima Stadtmusikanten –Rette sich wer kann“ von Bernhard Studlar soll eine Sensibilisierung zu den Themen: Arbeitsverlust, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, Ausbeutung und der daraus resultierenden Eigeninitiative bewirken.

Uraufführung des Stückes 2012 im Theater Rabenhof Wien

Zum Autor Bernhard Studlar:
Geboren 1972 in Wien. 1991-1996 Studium an der Universität Wien (Theaterwissenschaft, Philosophie, Germanistik, Publizistik). 1995-1998 Dramaturg und Regieassistent am Theater der Jugend in Wien. 1998-2002 Studium an der Hochschule der Künste im Fach "Szenisches Schreiben". Bernhard Studlar schreibt Stücke als Einzelautor sowie im Autorenduo mit Andreas Sauter. 2001 Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes für sein Stück "Transdanubia-Dreaming", das im Januar 2003 am Burgtheater Wien uraufgeführt wird. Das erste mit Andreas Sauter gemeinsam verfaßte Stück "A. ist eine andere" wird mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatik 2000 ausgezeichnet. "All about Mary Long" erhält den Preis für eine "Radikalkomödie" vom Staatstheater Kassel (UA beim Donaufestival 2004). Im Dezember 2003 Uraufführung von "Mariedl-Kantine" am Burgtheater Wien. Preis für das "Hörspiel des Jahres 2004" der Stiftung Radio Basel für "A. ist eine andere". 20010-2012 schreibt er drei Stücke in Folge für das Theater Rabenhof in Wien: "Human Being Parzival", "Don Q" und "Die prima Stadtmusikanten - Rette sich, wer kann!". Bernhard Studlar lebt als freischaffender Autor in Wien.

Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442
www.diemonopol.net

Wir Danken: Evelin Tonko, Barbara Pfaundler, Band: Blushing Melons, www.movinglionbones.com,Atelier SIXFOOT(www.stephanelsler.com), block7.at, Gerti u Freunde( www.powerladies.at), Hr. Meraner ( Wurst und Wonne)

Premiere: 07. November 2012 20h
Vorstellungen: 09. und 10.11. um 20 Uhr, am 11.11.um 18 Uhr, am 12., 13., 14. 11. um 20 Uhr. Schülervorstellungen: nach Bedarf


Theaterstück von Maria Gabriele
Es spielen: Rosmarie Aufderklamm, Margot Gasse, Evelin Huter, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Gigi Schneider

Regisseurin: Almut Mölk
Autorin: Maria Gabriele
Leitung: Gertraud Kopp
Ausstattung: Nikolaus Granbacher

Info/Kartenreservierung unter: 0664-2425 993, gertraud.kopp@gmx.at

Inhalt:
"Stammtisch der Hinterbliebenen" handelt von Damen in reiferem Alter, die sich als Hinterbliebene sehen, die schon überall waren und nicht wissen, wo sie noch hinsollen, die alle auf ihre Art feststecken.
Da sind die drei Protagonistinnen: Dorothee, die ihr Zuhause verlassen hat. Marie, passionierte Präsidentin des Stammtisches der Hinterbliebenen und die Sekretärin Hemma, beauftragt, ein neues Lokal für den heimatlosen Stammtisch zu finden.
Die drei Damen treffen schließlich in einem namenlosen Etablissement aufeinander. Das Lokal hat weder Tische noch Stühle und die Bedienung, die immer wieder verschwindet, lässt zu wünschen übrig...
Beim Warten,Suchen und Weiterleben helfen den Damen einige ZufallsbesucherInnen.
Ein neuer Lernprozess setzt ein:
Wie kann man sich gegenseitig zum nächsten Lebensschritt ermutigen?
Wie geht’s weiter, wenn man noch nicht bereit ist, unter der letzten Last des Lebens zu sitzen?
Humorvoll aber tiefsinnig werden neue Perspektiven gesucht.

Almut Maria Mölk:(Regie)
1975 in Tirol geboren, sie absolvierte ihre Schauspielausbildung am Lee Strasberg Theater Institute in New York, wo sie auch ein Praktikum am Actors Studio absolvierte. Sie spielte dort in zahlreichen Low Budget Filmen, wie auch in Off-Off Theaterproduktionen. Vor 9 Jahren kam sie nach Wien, wo sie seither als Schauspielerin in der freien Szene tätig ist, in Film – und Fernsehproduktionen spielt, und SchaupielerInnen für Film und Fernsehen coacht.
Nach zwei Schauspielworkshops mit den SchauspielerInnen des Generationentheaters führt sie nun mit dem Stück „Stammtisch der Hinterbliebenen“ ihre erste Regie.
Das Stück “Stammtisch der Hinterbliebenen” wurde extra für die Gruppe von Almut's Kollegin, der Innsbruckerin Maria Gabriel geschrieben, die als Schauspielerin, Regisseurin und Theaterautorin in New York lebt und arbeitet.

Maria Gabriele: (Autorin)
1972 - Geboren in Innsbruck
1982-1990 Besuchte das Akademische Gymnasium Innsbruck. (Matura 1990)
1990-94 Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in Wien
1991-93 freie Mitarbeiterin in der Kulturredaktion der Tiroler Tageszeitung (unter Rainer Lepuschitz)
1993 (September–Dezember) Erster Besuch in New York. Beginn einer Schauspielausbildung am Lee Strasberg Theatre Institute
1994 (September), endgültiger Umzug nach New York.
1994-1996 Schauspielausbildung, Lee Strasberg Theatre Institute, New York
1996-1998 Tanzausbildung, Ballet Arts, New York
1998-2002 Ensemble Studio Theatre. Ausbildung als Theaterautorin und weiterführende Schauspielausbildung (Meisner Technique) und angestellt als
Leiterin der Theaterschule at EST, Ensemble Studio Theatre Institute
2002 zur künstlerischen Mitgliedschaft des Ensemble Studio Theatre’s gewählt.
Seitdem Theaterschaffende und Autorin in New York.
Anhang: Theater Autoren Resumee (Playwriting CV)
Schauspiel Resumee (Acting CV)-

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442
www.diemonopol.net

HEXEN UND SALIGE Dramolette | Generationentheater
Premiere: 08. Juni 2012 20h
10. Juni um 18 Uhr, 11.6.,13.6.,14.6.,15.Juni um 20 Uhr, 12. Juni Schülervorstellung um 11 Uhr.


4 DRAMOLETTE
1. "Hagazussa" von Christine Frei
2. "Tandaradei!Die Mantelfahrerin aus dem Waltherpark"von Christoph W. Bauer
3. "Kampf der Frauen" von Maxi Obexer
4. "Die Zahligen" von Heinz D. Heisl

Es spielen: Rosmarie Aufderklamm, Evelin Huter, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser

Info/Kartenreservierung unter: 0664-2425 993, gertraud.kopp@gmx.at

Zu den Dramoletten
Christine Frei nennt ihr Dramolett „Meeting Hagazussa“. Eine Begegnung von zwei Künstlerinnen, die trotz oder vielleicht wegen ihrer gelegentlichen Abstürze bei ihren Zaunritten intuitiv darum wissen, woraus eine Hagazussa ihre Kraft bezieht.

Christoph W. Bauer beschreibt in seinem Dramolett „Tandaradei – die Mantelfahrererin aus dem Waltherpark“ zwei Jugendliche, die sich ihre Liebe erst gestehen können, als die Mantelfahrerin (Hagazussa) ihre schützenden Hände über sie breitet.

Maxi Obexers Dramolett „Der Kampf der Frauen“ setzt sich mit dem Thema Gleichberechtigung auseinander, unterschiedlichste Positionen und Gedanken stehen einander gegenüber. Ein spannender Reigen zwischen den Generationen .

Heinz D. Heisls „Die Zahligen“ ist ein Dramolett über die Unordnung in der Ordnung. Jeder verhält sich so, wie er gerade denkt, dass es opportun ist. Die Frauen in so genannten gehobenen Machtpositionen verhalten sich wie Männer. Der Mann wird aus der Männerrolle gedrängt, er wird der Herr Irgendwer, reduziert auf das bloße Sein. Ein Stück vom Menschen, der sein Verhalten bis auf lächerliche Nuancen niemals ändert.

Tiroler Zeitung vom 08.06.12

Von wilden und wohltätigen Weibern
Das Generationentheater kreist um zwei archetypische Begriffe von Weiblichkeit: Hexen und Salige.
Von Alexandra Plank

Innsbruck – Sehr in teressanten Gestalten nähert sich das Generationen theater diemonopol in seiner jüngsten Produktion an: den Hexen und Saligen.

Die Hexen wurden über Jahrhunderte vom Christentum kategorisch dämonisiert. „Das spiegelt die irrationalen Ängste des Patriarchats vor einer starken emanzipierten Weiblichkeit wider“, erklärt die künstlerische Leiterin des Generationentheaters Gertraud Kopp. Hinsichtlich der alpenländischen Sagengestalt der Saligen habe sich interessanterweise die lichte und gleichzeitig trotzdem mysteriöse Seite dieser wilden und wohltätigen Frau bis auf den heutigen Tag erhalten, so Kopp. Die bekannteste Auseinandersetzung mit dieser Sagengestalt ist Felix Mitterers „Die wilde Frau“ (demnächst in Schwaz zu sehen). Dem Generationentheater ist es nun gelungen, dass sich vier namhafte Tiroler Autoren des Themas Hexen und Salige angenommen haben. Christine Frei, Christoph W. Bauer, Maxi Obexer und Heinz D. Heisl haben Dramolette zu diesem faszinierenden Themenkreis entwickelt. „Interessanterweise haben alle­ vier Dramatiker die Hexen und Saligen in die Jetztzeit transferiert“, erzählt Kopp. Die Regisseurin Andrea Hügli hat diese vier höchst unterschiedlichen Texte gemeinsam mit dem Ensemble des Generationentheaters diemonopol zum Theaterabend „Hexen und Salige“ geformt. Frei nähert sich den wilden Weibern über die Begegnung von zwei Künstlerinnen, Maxi Obexer setzt sich in „Der Kampf der Frauen“ mit dem Thema Gleichberechtigung auseinander, Baur beschreibt die Geschichte von zwei Jugendlichen, über die eine Salige ihren schützenden Mantel breitet, und Heisl beschäftigt sich mit Frauen in Machtpositionen. Die Premiere findet am 8. Juni um 20 Uhr im diemonopol statt.

Es spielen:

Rosmarie Aufderklamm, Evelin Huter, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer
Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider,
Karin Schrittwieser

Leitung/Regie: Gertraud Kopp
Dramaturgie/Co-Regie: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher
Die Rechte liegen bei den Autor/Innen

Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442
www.diemonopol.net

K R I S I S | Generationentheater
Premiere: 17. Januar 2012 20h
Vorstellungen: Do. 19.1., Fr. 20.1., Sa. 21.1.um 20 Uhr, So. 22.1. um 18 Uhr, Do. 26., Fr. 27., Sa. 28.1. um 20 Uhr ,Vorstellungen für Schulen am Vormittag nach Vereinbarung. Kartenbestellung unter:0664-2425 993, gertraud.kopp@gmx.at


Komödien nach Aristophanes
Es spielen:
Rosmarie Aufderklamm, Evelin Huter, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer
Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider,
Karin Schrittwieser

Regie/ Bühnenfassung: Marc Pommerening
Dramaturgische Beratung: Andrea Hügli
Leitung: Gertraud Kopp
Ausstattung:Nikolaus Granbacher

Zum Stück:
Jeder, den die Weltlage an sich und die Griechenland-Krise insbesondere zur Politikverdrossenheit verleitet, kann vom klassischen Hellas erfahren, wie weit demokratische Teilhabe auch in Ausnahmesituationen gehen kann.
Wer sich vom Theater eine wenn nicht unmittelbar politische, so doch gesellschaftlich relevante Wirkung erhofft, blickt mit Neid und Wehmut auf die Zustände, die im klassischen Hellas Tragödie und Komödie in den Mittelpunkt des öffentlichen Diskurses stellten.
Wie im 5. Jahrhundert v. Chr. stehen bei uns engagierte Amateure auf der Bühne.
Der Autor Marc Pommerening hat aus den Komödien „ Der Friede“, „Pluto, der Geldgott“ und „Die Vögel“ von Aristophanes ein „Aristophaneskomplott" geschmiedet:
Was wäre wenn ... ?
Ändert sich etwas, wenn der blinde Geldgott sehend wird?
Im zutiefst demokratischen Gestus der attischen Komödie wird ein lebendiger, oft auch kontroverser Diskurs über unmittelbaren Bürgerprotest in Szene gesetzt, dessen Formen auf uns überraschend modern wirken.
"die monopol" spielt Polis.
Derb und galant. Sinnlich, jedoch von ernsten Absichten geleitet.

Ort:
diemonopol: Egger-Lienz-Str. 20 (hinter dem Eurospar) , 6020 Innsbruck
www.diemonopol.net

Eintritt: 12 Euro, für Senioren 10 Euro und für Studierende 6 Euro

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442

Brüllendes Schweigen | Generationentheater
Premiere: 26. Mai 2011 20h
Vorstellungen: am 28.und 30. Mai, 7. und 8. Juni um 20 Uhr ,Nachmittagsvorstellung am Sonntag, 29. Mai um 18 Uhr , Vorstellungen für Schulen am Vormittag um 11 Uhr: am 31. Mai, 1., 9. und 10.Juni


Theaterstück von Christine Frei
Generationentheater in diemonopol

Es spielen:
Rosmarie Aufderklamm, Margot Gasse, Sonja Krejci, Walter Plattner, Karin Schebesta, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser,

Autorin / Bühnenfassung: Christine Frei
Recherche / Leitung: Gertraud Kopp
Regie: Andrea Hügli
Ausstattung: Nikolaus Granbacher

Zum Inhalt:

Brüllendes Schweigen
von Christine Frei

Was geht in einer vor, die überlebt und zurückkehren darf, in die Stadt, die sie nicht mehr haben wollte, weil sie nach den Nürnberger Gesetzen ein Mischling 1. Grades und damit den arischen Tiroler Mitschülerinnen nach dem Anschluss nicht mehr als Schulkollegin zuzumuten war. Sie hat den Kindertransport in die Niederlande überlebt, während ihre Cousine 1942 nach Auschwitz gebracht wurde. Inge Brüll, um die es in der neuesten Produktion des Generationentheaters unter anderem geht, hat sich entschieden, sich zu erinnern und zu sprechen. Mit allen Konsequenzen auch für die eigene Lebensführung. Andere haben geschwiegen, weil sich niemand wirklich für ihre Geschichte interessiert hat.

Sie sind um 40 Jahre zu spät dran,’ meinte eine, die ebenfalls 1939 mit dem Kindertransport nach England gebracht wurde und deren Erinnerungen bislang noch nirgends abgedruckt sind. Das Schweigen und Verdrängen ist nach wie vor sehr manifest in dieser Stadt. Und immer wieder schlägt einem der Satz entgegen: Man müsse doch endlich mal gut sein lassen. Und jene Frau, die so lange nicht gesprochen hat, meinte zuletzt nur lakonisch: ‚Wissen Sie, was wirklich grässlich ist. Die Geschichte wiederholt sich unentwegt.’ Auch dem möchte das Theaterprojekt ‚Brüllendes Schweigen’ nachgehen.

Kartenbestellung und Informationen unter: E-Mail: gertraud.kopp@gmx.at; Tel: 0664-2425 993;
www.diemonopol.net
Preis 12.- Euro, für Senioren 10.- Euro und für Schüler/Studierende 6.- Euro

Teilnahme am Seniorentheaterfestival in Klausen vom 2.6.bis 5.6. 2011

Wir danken
Thomas Albrich (Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck),Julia König, Joefine Justic (Stadtarchiv Innsbruck), Gertraud Wilfling, Martin Achrainer, Oliver Seifert, Gerda Hofreiter, Horst Schreiber, Ruth Deutschmann, Benjamin Epp, Ekkehard Schönwiese (Virtuelles Haus der Geschichte), Manfred Mühlman (www.novemberpogrom1938.at), deren Recherchen, historische Aufarbeitung und Dokumentation die faktische Grundlage für dieses Theaterprojekt bildet. Unser besonderer Dank gilt natürlich den Zeitzeuginnen Inge Brüll und E.W., deren Lebensgeschichten uns zu diesem Stück inspirierten.

Eine Produktion des Vereins Brekzie ZVR 494830442

REZENSIONEN/ MEINUNGEN:

War sehr beeindruckt von Deiner Umsetzung des Themas, und die SeniorInnen haben das wunderbar gespielt. Die wenigsten TirolerInnen wissen über dieses Kapitel der Innsbrucker Stadtgeschichte Bescheid.

‚Die Senioren-DarstellerInnen haben für mich sehr berührend und echt gespielt. Das Schattentheater wirkt einmalig und gibt der Bühne eine besondere Atmosphäre. Es ist Dir gelungen, in diesem Stück eine Fülle an historischen Tatsachen spannend und berührend dem Publikum näher zubringen. Alles in allem bin ich dann sehr nachdenklich nach Hause gegangen.’

Herzliche Gratulation und danke für Ihr neuestes Stück. Sehr gut gelungen, wie Sie die vermutlich chronologischen Erzählungen und Unterlagen in Szenen aufgelöst oder neu gestaltet haben. Am Eindringlichsten blieb mir die Szene in Erinnerung, wo die zurückgekehrte Frau B. eine ehemalige Schulkollegin oder Freundin anruft und sich diese durch ihre Sekretärin verleugnen lässt, sie sei bei einer Kundschaft. Da kommt die ganze Einsamkeit zum Ausdruck, die abgebrochenen Kinder- oder Jugendfreundschaften, die Schwierigkeiten bei der Suche nach gesellschaftlichem Anschluss. Ich habe es auch sehr gut gefunden, dass die Rollen als Kinder von älteren Schauspielerinnen dargestellt wurden. Die Darstellung durch Laien bringt eine eigenartige Echtheit mit sich. Es ist ein sehr ernstes Stück, bei dem man sich unwillkürlich immer frägt, wie hätte man sich selber verhalten. Ist das nicht der wahre - oder ein wahrer - Sinn des Theaters?

Einen besonderen Dank an dich, dass du mich motiviert hast, mal wieder was für mein Hirn und mein Herz zu tun, anstatt abends zu arbeiten oder vor dem Fernseher zu liegen. Das Stück hat mich sehr berührt, denn ich komme aus einer Mitmach-Familie, aber so genau weiß ich das nicht, denn man hat nie viel darüber gesprochen… Auf meine Fragen bekam ich auch die Antwort, dass ich doch nun mal aufhören solle, das alte Zeug hervorzukramen…..

witzig, das möbelhaus brüll ist mir in erinnerung, ( cafe schindler sowieso) eh ein wahnsinn was einem von/nach dieser zeit so alles im gedächtnis ist, bzw wieder auftaucht, meine eltern haben dazumal das thema ja überhaupt nicht angesprochen....mutti hat immer gesagt . hüte dich vor den gezeichneten. deine oldies waren grandios! wir hatten ja echt keine ahnung, und somit auch nicht wirklich eine vorstellung.

Christine Frei bürgt für Qualität. Liebe Christine, ich gratuliere Dir!

hab heut dein stück gesehen - einfach berührend und gleichzeitig erschütternd - dennoch geschichte be - und verarbeitet, ohne zu werten, aber für jeden als "furchtbare geschehnisse" erkennbar - und man darf sie nicht vergessen - nicht unsere generation (siehe migranten- erfahrungen beiderseits) und nicht die nächsten generationen. … vom stück so ergriffen, hab ich die schauspieler nicht erwähnt. sie waren durchwegs beeindruckend. sehr gut gefiel mir die szene, wo sie teenager spielten, denn hier sah man, dass sie genau noch in erinnerung hatten, wie sie sich als teenies erlebten.

Wenn es stimmt, dass gute SchauspielerInnen während ihrer gesprochenen Worte gleichzeitig genau auf das Echo lauschen, das in ihnen erweckt wird, so war dieses Spielen mediumistisch - die SchauspielerInnen waren von der Idee "durchdrungen" (Grotowski).

Ein tolles Stück hast du wieder aufgestellt, gratuliere. Sehr wichtig, dass du dieses Thema aufgegriffen hast und dass vor allem auch Kinder damit konfrontiert werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das so abgespielt hat. Und dann will keiner dran rühren. Hauptsache heil geblieben. Und diejenigen, die ihre Liebe verloren haben, müssen selbst schauen, wie sie darüber hinwegkommen. Wird vielleicht schon seinen Grund gehabt haben. Muss eine unvorstellbar schlimme Zeit gewesen sein. Ich bin noch ziemlich betroffen. Die Inszenierung hat mir auch sehr gut gefallen und die Schauspieler in sich sehr charmant in der Darstellung.

Ein wichtiger Abend!

Stimmen nach dem Seniorentheaterfestival:

Ich finde persönlich diese Art Theater"Aufarbeitung" ein sehr wichtiges Moment. Im Theater kann man
nicht ausweichen. Der abwechslungsreiche Einsatz der Mittel ("Rollator", Schattentheater, Interview...) hat die Spannung lebendig erhalten und die Personen nahe gebracht. Es war auch sehr klar, dass fundierte Recherchen dahinter lagen.
Ich habe von Anfang bis Schluss voll dabei sein können! Cécile

Ich war sehr beeindruckt mit wie viel Feingefühl dieses heikle Thema der "Kinderverschickung/Juden während des 2. Weltkrieges, verarbeitet wurde. Wie viel Kraft und Mut es den Eltern gekostet haben muss, ihre Kinder wegzugeben um sie in Sicherheit zu bringen, und welche Ängste diese Kinder
wohl ausgestanden haben.
Sehr gut haben mir die Dialoge an Hand eines Schattenspiels gefallen, eine gute Idee eine Kindheitserinnerung darzustellen .Die Gefahr, dass
Erwachsene ein Kind spielen und dabei kindisch wirken, hat in diesem Fall zu keiner Zeit bestanden.
Ohne Pathos nur mit sehr gut recherchierten Fakten, dies ist auf alle Fälle bei mir so herüber gekommen, es wurde keine Partei besonders hervorgehoben, nicht die mächtigen Nazis und nicht die Juden. Die eiserne Leiter begleitet in verschieden, klaren Verwendungsmöglichkeiten das
Publikum durch die verschiedenen Szenen, einfach toll. "Weniger ist oft
mehr", in diesem Sinn habt ihr die Requisiten und die Kostüme eingesetzt.
Laute, verständliche Sprache. Ausgezeichnete Mimik und Gestik. Ein Stück
das man gesehen haben muss, ein wertvoller historisch-kultureller Beitrag.
Ich kann euch dazu nur gratulieren
lg Anita Ohneberg, LVA-Seniorentheater/ Beobachter/Österreich


Don Juan kommt aus dem Krieg | Generationentheater
Premiere: 27. November 2010 20h
28.11. 18h, 29.11-1.12. 20h


Theaterstück von Ödön von Horwath
Es spielen: Rosmarie Aufderklamm, Margot Gasse, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Gigi Schneider, Alfgund Schett, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer.

Leitung : Gertraud Kopp
Austattung/Licht: Nikolaus Granbacher
Dramaturgie: Andrea Hügli
Bühnenfassung : Marc Pommerening

Produktion Verein Frontzement Sektion Generationentheater diemonopol
Don Juan, die archetypische Männerphantasie vom omnipotenten Verführer, will Horvath in seiner 1934-36 entstandenen Schauspiel-Variante "ganz vom Standpunkt der Frauen aus" deuten. Er dekonstruiert gleichsam den Mythos, indem er seinen seltsam passiven Verführer durch eine gründlich aus den Fugen geratenen Nachkriegswelt taumeln lässt, immer auf der Suche nach der durch seine Schuld verstorbenen Braut, die ihm spukhaft in jeder Frau wieder begegnet. Keine einzige Liebesszene gibt es in dem gespenstischen, an Goya oder Kubin erinnernden, alptraumhaften Reigen, voll grotesker Bilder und Situationen.
Don Juan ist das Relikt einer durch die Katastrophe des 1.Weltkriegs gründlich kompromittierten Männerwelt, dessen Position angesichts gewandelter weiblicher Rollenmuster nachhaltig erschüttert wird.

Info und Kartenbestellung unter: gertraud.kopp@gmx.at theater@diemonopol.net
Tel: +43(0)664/24 25 993

Kritik:
Neun Frauen, ein Mann bespielen eine Bühne, auf der vereinzelt noch Remineszenzen der wunderbaren
jonke-luft-topographie zu erkennen sind, mit der Andrea Hügli (Regie)
und Nikolaus Granbacher (Bühne/Kostüm) das zweite freie Theaterfestival theater trifft, poetisch neu
vermessen haben. Die Spuren kommen nicht von ungefähr: Hügli und Granbacher mischen auch in dieser
Produktion des Generationentheater im diemonopol mit. Sie als Dramaturgin,
er selbstredend als Ausstatter. Für die Regie hat sich die engagierte Generationentheater-Leiterin Gertraud Kopp dieses Mal den vor allem auch als Theaterautor bekannten Marc Pommerening geholt,
von dem zuletzt in Tirol 'Gottes Guerilla' zu sehen war. Ein beachtliches Stück, das er für das sogenannte
Gedenkjahr schrieb und von Andrea Hügli in der Hofgarten-Gärtnerei
inszeniert wur-de. Beachtlich deshalb, weil er darin das verordnete Gedenken (an was auch immer)
auf intelligent subversive Weise seinem provinziellen politisch gerade opportunen Mief enthob und einmal
mehr deutlich machte, dass der Fundamentalismus zu allen Zeiten ganz gezielt für Machtinteressen instrumentalisiert wird. Dieses ebenso bedachte wie konsequente Abtragen von Mythen scheint tatsächlich ein zentrales Thema für Pommerening zu sein.

Denn auch Ödön von Horvaths Stück 'Don Juan kommt aus dem
Krieg' unterscheidet sich radikal von fast allen Werken über diesen kolportierten Frauenseelen-Konsumenten.
Auch wenn Don Juan fast bei allen Autoren und Künstlern, die sich mit diesem paradigmatischen
Frauenverführer beschäftigt haben, meist ein wenig rühmliches Ende nimmt, so blitzt doch über weite
Strecken immer wieder unverhohlene Bewunderung für diesen amoralischen pathologischen Frauenverführer
auf.
Ganz anders bei Horvath: er zeichnet Don Juan als systemische
Konstante in einer Gesellschaft, in der die Frauen immer wieder aufs Neue der Versuchung erliegen, sich
über die Liebe eines Mannes zu definieren. Zwar fordern die vom Krieg gezeichneten Frauen gleich
zu Beginn des Stückes ein, dass die Vorherrschaft des Mannes fallen
muss. Und fast scheint es, als hätten sie, die im Krieg plötzlich ganz allein auf sich gestellt waren, daraus ein
neues Lebensgefühl und auch eine Art neues Selbstbewusstsein entwickelt.
Eine, die Don Juan zum Tanzen auffordert, meint gar:' warum sollten nur die Männer Don Juane sein?' Doch dieser Anflug von Emanzipierung täuscht: schon wenig später findet sie sich in der Rolle des fallen gelassenen Liebes-Opfers wieder. Denn in einem Gesellschaftssystem der Geschlechterhierarchie ist Don Juan,
wie es scheint, der personalisierte Exekutor. Da mag selbst er noch
anfänglich glauben, dass er sich im und durch den Krieg verändert habe, bei entsprechenden Angeboten
steigt er schließlich doch wieder in dieses System ein und spielt sein altvertrautes Spiel weiter. Er weiß
selbst nur zu gut: 'Ich bringe den Damen nichts Gutes', aber er
kommt eben damit durch. Erst als er des Kindesmissbrauchs bezichtigt und damit plötzlich aus seiner
gesellschaftlich sicheren Rolle rausgeworfen wird, scheint sich auch sein Schicksal zu wenden.
Marc Pommerening hat dieses kühl sezierende Stück gestisch klar und schnörkellos auf die Bühne gebracht.
Er lässt sogar die Szenenanweisungen sprechen und versteht es ganz wunderbar, die Atmosphären
der jeweiligen Szenen nur über die Positionierung der Darstellerinnen im Raum anzudeuten. Der Text
ist in seiner verdichteten und gleichzeitig distanziert erscheinenden Emotionalität zweifelsohne eine
Herausforderung. Was freilich berührt und begeistert, ist die Aufarbeitung
eines Themas, das nach wie vor enorme Brisanz hat, wie uns erst jüngst eine Titelgeschichte der Zeit über die Situation der Frauen in Österereich bescheinigte. Um so erfreulicher, dass gerade das Generationentheater
sich immer wieder pointiert und kritisch mit emanzipatorischen Themen auseinandersetzt.
Im Spiel der Darsteller/innen schwingt jedenfalls viel Wissen um die realen Geschlechterverhältnisse
wie auch um die fortwährend produzierten Lebenslügen und Selbsttäuschungen mit.
(Christine Frei)

Schneewittchen | Generationentheater
Premiere: 04. Juni 2010 20h
5.6. + 6.6.: 18h 8.6.,9.6.,10.6. 20h


Schneewittchen, eines der bedeutendsten Märchen der Welt, wird vom Generationentheater diemonopol neu interpretiert. Die pubertierende Prinzessin verbringt eine schlaflose Vollmondnacht mit einem mythologischen Schwein, ihrem depressiven Vater und einer eifersüchtigen Stiefmutter. Handelt das Schwein im Auftrag der Schweinegöttin Nut? Wird das Schneewittchen in der Vollmondnacht vom sportlichen Prinzen und dem ungehorsamen Jäger gerettet? Oder war alles nur ein böser Traum der schlaflosen Zwerge?
....Es spielen:
Rosemarie Aufderklamm, Sieglinde Griesser, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer und Walter Plattner
Regie: Andreas Erstling http://www.erstling.info
Ausstattung: Michaela Mück
Musik: Van Eismann
Dramaturgische Beratung: Andrea Hügli
Technik: Nikolaus Granbacher
Leitung: Gertraud Kopp

Frau Hintlerin | Generationentheater
Premiere: 24. November 2009 20h
26.11., 27.11. und 28.11. um 20 Uhr, 29.11.09 17h


Theaterstück von Dr. Ekkehard Schönwiese
Es spielen: Rosmarie Aufderklamm, Margot Gasse, Sieglinde Griesser, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Gigi Schneider, Alfgund Schett, Maria Wibmer
Leitung: Gertraud Kopp
Dramaturgie & Co-Regie: Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikolaus Granbacher

Angeregt durch Unterlagen von Herta Haisjackl, einer Nachkommin des Major Rupert Wintersteller, schrieb Dr. Ekkehard Schönwiese für das Ensemble des Generationentheaters diemonopol ein Theaterstück über Anna Hintlerin, die sich 1813 aufmachte, ihren geliebten Mann Rupert Wintersteller, den die Bayern in Geiselhaft genommen haben, zu suchen.
Rund um sie gibt es die Frauen wie zu allen Kriegszeiten: Frauen, die Männerarbeit verrichten, Frauen, die vergewaltigt werden, Frauen, die die Emanzipation anstreben.

Die Nächte der Schwestern Bronte | Generationentheater
Premiere: 30. Januar 2009 20h
31.1. 20h, 1.2. 17h, 5.-7.2. 20h


Theaterstück von Susanne Schneider
Drei Klassikerinnen der angelsächsischen Welt. Drei Schwestern, deren Rang sie vordere Plätze beanspruchen lässt in den Logen der Weltliteratur: Emily schreibt sich in „stürmische Höhen“, Charlotte phantasiert sich zur „Jane Eyre“ und Anne, immerhin, wird zur Herrin von „Wildfell Hall“. Zusammen sind sie die Schwestern Bronte, eine nur scheinbar viktorianisch keusche Girl-Group, deren heimliche Schreibarbeiten von erotischen Obsessionen befeuert werden.

Es spielen:
Margot Gasse, Sonja Krejci, Karin Schebesta, Walter Plattner, Günter Jenewein
Regie: Gertraud Kopp
Dramaturgische : Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikolaus Granbacher
Regieassistenz: Gigi Schneider

Pressetext
.In einem Pfarrhaus, trostlos gelegen zwischen Moor und Friedhof, führen die Schwestern Anfang des 19.Jahrhunderts ihr ärmliches, psychisch und physisch eingeengtes Leben. Die drei hochbegabten Frauen retten sich aber in eine Phantasiewelt und reifen zu Dichterinnen. Für Frauen dieser Zeit ein revolutionäres Unterfangen, ihre ersten Romane erscheinen deshalb unter einem männlichen Pseudonym.

Was sich in Susanne Schneiders Stück zwischen den drei Schwestern abspielt, ist eine Mixtur aus Geschwisterzwist, Melancholie, subtilen Verletzungen und einem stets wiederkehrenden Zusammenhalt. Es werden aber, durchaus mit Humor, auch ihre tief sitzenden Ängste und Zweifel in einer von Männern dominierten Welt thematisiert.

Swing kids | Generationentheater
Premiere: 06. November 2008 20h
7.11., 8. 11., 9.11.2008


Wie war das? Damals? Wer war der 9-jährige Bub, damals, der unbedingt zur Hitler-Jugend wollte? Was wurde geredet, damals, in den Stollen während der Luftangriffe? Wer waren wir, damals, verstrickt in Not, Schrecken und Schuld des 2.Weltkriegs? Und woran erinnern wir uns?
Der 9-jährige Bub ist heute ein Rentner Mitte 70. Was an längst vergessen geglaubten Assoziationen, Bildern, Liedern, Geräuschen und Gerüchen bleiben übrig, mehr als sechzig Jahre danach? Jedes Mal, wenn ich eine Sirene höre, sehe ich mich in den Bunker laufen
Das Generationentheater diemonopol widmet sich diesmal den konkreten Erfahrungen und Erinnerungen seiner Mitglieder.
Mit Hilfe von Improvisationen, Tonbandaufzeichnungen, Videomitschnitten, niedergeschriebenen oder erzählten Geschichten und alten Briefen entsteht ein eigenes Stück aus der Gruppe.
Es spielen: Annemarie Fuchs, Margot Gasse, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer, Sonja Beiler
Bühnenfassung und Leitung: Gertraud Kopp
Choreografie: Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikolaus Granbacher

Swing kids -You must remember it | Generationentheater
Premiere: 12. Juni 2008 20h
13.6.,14.6. 2008 20h Nachmittagaufführung am 15. 6. um 16 Uhr 20h


Es spielen: Anemarie Fuchs, Margot Gasse, Sonja Krejci, Grudrun Obitzhofer, Walter Plattner, Karin Schebesta, Alfgund Schett, Gigi Schneider, Karin Schrittwieser, Maria Wibmer,

Buch und Regie: Gertraud Kopp
Dramaturgie /Co - Regie: Andrea Hügli
Bühnenausstattung: Nikoalus Granbacher

Wie war das ? Damals? Wer war der 9-jährige Bub, damals, der unbedingt zur Hitler-Jugend wollte? Was wurde geredet, damals, in den Stollen während der Luftangriffe?

Wer waren wir, damals, verstrickt in Not, Schrecken und Schuld des 2. Weltkrieges? Und woran erinnern wir uns?

Der 9-jährige Bub ist heute Rentner Mitte 70. Was an längst vergessen geglaubten Assoziationen, Bildern, Liedern, Geräuschen und Gerüchen bleiben übrig, mehr als 60 Jahre danach?

Jedes Mal, wenn ich die Sirenen höre, sehe ich mich in den Bunker laufen.

Das Generationentheater diemonopol widmet sich diesmal den konkreten Erfahrungen und Erinnerungen seiner Mitglieder.

Premiere: 29. November 2007 20h
30.11.2007 20h 1.12.2007 20h


Textmontage von Marc Pommerening nach Hölderlin
Regie: Marc Pommerening
Bühne/Licht: Nikolaus Granbacher
Produktionsbetreuung/Dramaturgie: Andrea Hügli
Leitung: Gertraud Kopp

Es spielen: Alfgund Shett, Karin Schebesta, Sonja Krejci, Margot Gasse, Annemarie Fuchs, Mechthild Chrombach, Maria Wibmer, Sieglinde Griesser, Gigi Schneider, Gudrun Obitzhofer, Walter Plattner

Keine Hommage an Hölderlin, kein herkömmlicher Lyrikabend erwartet Sie, sondern ein, auch humoristische Textmontage um Sprache und Schweigen , Genie, Irrsinn und Ruhm. Da ist der arme Hölderlin in seinem Turm , seine verwitwete Mutter , die für Kost und Logis aufkommt, seine karrierebewußbten Studienkollegen, fernab in Amt und Würden, die voyeuristische Neugier literaturinteressierter Besucher, das Stirnrunzeln der Mit - und die Krokodilstränen der Nachwelt. Ist die Nähe zum emotionalen Ausnahmezustand wirklich die Voraussetzung kreativer Höchstleistungen? Oder ist die naturgemäße Verklammerung von Genie und Wahnsinn eines der Hartnäckigsten Klischees romantisierender Kunstbetrachtung?

Frühere Verhältnisse | Generationentheater
Premiere: 10. Mai 2007 20h
11.5.2007 20h 12.5.2007 20h, Wiederaufnahme 17. - 19.1.2008 Ferdinandeum Innsbruck


Theaterstück von Johann Nestroy
Es spielen:
Frau Scheitermann: Sonja Krejci
Herr Scheitermann: Karin Schebesta
Muffl: Franziska Kaiser,Sieglinde Griesser
Peppi Amsel: Gudrun Obitzhofer
Sänger: Gigi Schneider und Walter Plattner

Regie: Gertraud Kopp
Regieassistenz: Margot Gasse
Dramaturgische Betreuung: Andrea Hügli
Ausstattung: Mag. Nikolaus Granbacher

Das Generationentheater die monopol hat sich im vergangenen Herbst die Aufgabe gestellt, anhand der vier Hauptpersonen von Nestroys Dienstbotenkomödie Frühere Verhältnisse Figuren zu erarbeiten. Ambitionierte Schauspielerinnen haben den Text auswendig gelernt , es führte Regie Gertraud Kopp mit Unterstützung der Regisseurin Andrea Hügli. Die Bühnenausstattung hat wieder Nikolaus Granbacher übernommen.

Inhalt:
„Es kommt weniger darauf an, was man leistet, als vielmehr darauf, wo man es leistet.“
In der Dienstbotenkomödie FRÜHERE VERHÄLTNISSE von Johann Nestroy
begegnen sich vier Personen, die alle – mit Ausnahme der Frau Scheitermann –
von ihren früheren Verhältnissen geprägt sind. Der hinaufgekommene Holzhändler Scheitermann, sein heruntergekommener ehemaliger Prinzipal Muffl und dessen ehemalige Geliebte Peppi Amsel, gescheiterte Komödiantin, jetzt wieder Köchin, erleben ein böses Erkennen im Hause der Scheitermanns.
Muffl, Nestroys Sprachrohr, kritisiert die Rasse guter Menschen, die oft zum Bösen verleitet werden: „So gibt’s viel gute Mensch’n, aber grundschlechte Leut’.“

Stadt der Frauen | Generationentheater
Premiere: 10. Januar 2007 20h
11., 12., 13., 14.1.2007


Theaterstück nach dem Film von Federico Fellini
Regie/Fassung: Andrea Hügli
Bühne / Licht: Mag. Nikolaus Granbacher
Leitung: Gertraud Kopp
Regieassistenz: Olivia Platzer

Es spielen:
Frauen: Rosmarie Aufderklamm, Mag. Claudia Egg, Annemarie Fuchs, Margot Gasse, Sieglinde Griesser, Agnes Handle, Franziska Kaiser, Sonja Krejci, Gudrun Obitzhofer, edith Plug, karin Schebesta, Gigi Schneider , Karin Schrittwieser, Maria Wibmer und drei Jugendlich: Julia Aufderklamm, Deborah Gregoire, Valentina Rainer, sowie Regieassistentin Olivia Platzer.
Männer: Günther Jenewein, Walter Plattner

1979 dreht Federico Fellini seine klassisch gewordene Satire " Stadt der Frauen" . Dabei ironisiert er die naturgemäßen Ängste des italienischen Machos vor selbstbewusst- dominanter Frauenpower. Er zeigt aber auch den spießigen Dogmatismus in den die frisch Befreiten zurückfallen Die Theaterbearbeitung der 35- jährigen Regisseurin Andrea Hügli zieht Bilanz mit der sexuellen Revolution. In ihrer Inszeneierung stellen sich den zuweilen zotigen Männerphantasien 14 Frauen , 3 Jugendliche Frauen und zwei Männer mit sehr viel Mut.

Die Blinden | Generationentheater
Premiere: 21. Mai 2005 20h
22., 23., 24., 25. 6. 2006


Theaterstück von Maurice Maeterlink
Es spielt : Ensemble Generationentheater diemonopol
Regie: Marc Pommerening
Bühne/Kostüm/Licht: Mag. Nikolaus Granbacher
Leitung: Gertraud Kopp
Dramaturgie/Chorographie: Andrea Hügli

Inhalt:
Blinde warten auf die Rückkehr des Priesters, der sie
aus dem Hospiz ans Meer geführt hat. Auf Steinen
sitzend orten sie sich zunächst untereinander, fragen
aber dann zunehmend, warum er wohl ausbleibt und
müssen schließlich feststellen, dass er gestorben ist.
Ihre Rückkehr ins Hospiz scheint unmöglich. Der einzige
Hoffnungsanker ist das Kind der Irrsinnigen, denn es
allein kann sehen. Ist es der Tod oder die Rettung?

Der vom belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck
(1862-1949) geschriebene Einakter „Die Blinden“ wird
heute als Vorläufer von Samuel Becketts „Warten auf
Godot“ gesehen. Maeterlinck selbst bezeichnet „Die
Blinden“ als statisches Theater, es ist in seinem Sinne,
dass das Stück nicht naturalistisch gedeutet wird.

In dieser Inszenierung hat das Regieteam (Regisseur
Marc Pommerening und Regisseurin Andrea Hügli) auf
die naturalistische Darstellung des toten Priesters, des
Kindes und des Hundes verzichtet.
Klare Figurenkonstellationen und Lichtmalereien
(Nikolaus Granbacher) reduzieren auf das Wesentliche
und vermitteln eine abstrakte Theatersprache.

Stille Nacht, Heilige Nacht | Generationentheater
Premiere: 15. Oktober 2005 20h
16.10.2005


Erinnerungsstück