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Interview mit Nick Granbacher von „diemonopol“ am 12.9.2010



Warum habt ihr euch für Gert Jonke entschieden?

Gert Jonke war und ist für uns einer der bedeutensten und prägensten östreichischen Autoren, ein großer Sprachkünstler. Er lässt mit seinen Worten ein ganzes Universum entstehen, löst bisher ungesehene Bilder in bisher ungehörte Sprachmelodien auf.
Für „theater trifft 2010“ haben wir uns die Aufgabe gestellt, nicht seine jüngst gespielten Stücke aufzuführen sondern, ein Theaterprojekt zu entwickeln „jonke-luft-topographie“ mit Texten aus Gert Jonkes frühen Romanen und andere Texten.

Wie hat das mit „diemonopol“ angefangen?

Ich habe das Theater im Jahr 2004 eröffnet mit einem Textfragment von Heiner Müller „Germaniea Tod in Berlin und andere Texten“, ein Abend mit zwei Schauspielern, Musikern, Video und bildenden Künstlern. „diemonopol“ wurde als interdisziplinärer Raum gegründet, in dem Ausstellungen, Lesungen oder Konzerte stattfinden. Professionelle, internationale und nationale Künstler können hier gemeinsam arbeiten und entwickeln. Wir haben 4 bis 5 Veranstaltungen im Jahr, von verschiedenen Gruppen auch das „Generationentehater dieomonopol“ ist hier beheimatet.

Wie werden eure Stücke ausgesucht?

Das entscheidet jeder einzelne Regisseure und seine Gruppe selbst. Es hat ja jeder ein anderes Gespür für Aktualität, jeder sieht die Aktualität woanders.

Welche Probleme ergeben sich bei der Arbeit in der freien Szene? Was ist besonders positiv?

Positiv ist : die Zusammenarbeit mit den Innsbrucker und Tiroler „freien Gruppen“. So entstand in den letzten Jahren ein freundschaftliches Netzwerk. Das ohne Subventionen errichtete Theater diemonopol, ist immer wieder Aufführungsort der Tiroler „freien Szene“, was mir eine große Freude ist. Probleme: Das Überleben ist denoch schwierig, da die Subventionen uns kein lebenskostendeckendes Arbeiten ermöglichen.

Welche Wünsche hast du für die Zukunft der freien Theaterszene?

Ich wünsche mir mehr finanzielle Unterstützung für das freie Theater und die Kunst. Und eine Möglichkeit für Tiroler Betriebe, die Kunst unterstützen zu können. Ich bin sicher, dass das viele gerne täten, wenn sie die Sponsorengelder abschreiben könnten.